Nachdem ich mit durch Dönerville (15. Hieb) gekämpft habe, komme ich in einem von außen etwas verranzt ausschauenden Holmes Place in der Hütteldorfer Straße an.
Nicht so boutique wie MALU im Ersten, nicht so klein und familiär wie GETFIT im Siebten – das war zu erwarten.
Zwischen Umkleidekabinen in dezent an 60er-Stil erinnernden Holzschränken patrollieren Putzfrauen und scheinen immer dann um die Ecke zu kommen, wenn ich gerade nackig bin. Wenn es ihnen gefällt ..
Der Pool ist schön und wenig besucht. Obwohl ich mit meiner Billig-Brille und meinem „Wie-war-das-noch-mal“ Pseudokraulstil fast untergehe, mache ich meiner bescheidenen Meinung nach den besten Eindruck auf der Lane – die anderen Gäste haben nicht mal Brillen auf und unterhalten sich eher im Pool.
Wird wohl Zeit für ein Schwimmtraining in der Stadthalle (MyClubs!!) – daher haue ich mich in den Wellness-Bereich. Man findet hier Heute-lesende Pensionisten mit Bierbauch und g’schamige Thailänderinnen im Bikini. Liberal wie wir sind, sehen wir erfahren lächelnd darüber hinweg und überlassen es jemand anders, sie auf das Nacktgebot (Jawoll, Gebot!) hinzuweisen.
Die Saunen sind okay, nichts besonders. Vor den Ausgängen sind die üblichen Cardio-Zombies an ihre Maschinen angeschlossen und starren mit leeren Augen in die Bildschirme. Sie tun mir leid, beim nächsten Mal werde ich sie von ihrem Elend erlösen und die Maschinen abschalten. Ganz bestimmt!